Fairquatscht Folge 130: Wie heizen wir intelligent, Jens Wischmann?

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In der neuen Folge von Fairquatscht spreche ich mit Jens Wischmann von der Verbraucherplattform „Intelligent heizen“ darüber, wie wir unsere Heizungen klimafreundlicher, effizienter und vor allem intelligenter nutzen können.

Wenn die Heizung plötzlich den Geist aufgibt

Ich weiß nicht, wie es euch geht – aber manchmal kommt alles auf einmal. Pünktlich zum Herbstbeginn ist bei uns die alte Gastherme ausgefallen. Und auf einmal stand die große Frage im Raum: Wie wollen wir in Zukunft eigentlich heizen?

Damit bin ich sicher nicht allein. Seit Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) fragen sich viele, welche Heizsysteme künftig erlaubt, sinnvoll oder überhaupt bezahlbar sind. Die gute Nachricht: Es gibt mehr Möglichkeiten, als viele denken – und nicht jede davon bedeutet automatisch eine Wärmepumpe.

Was bedeutet eigentlich „intelligent heizen“?

Dr. Wischmann erklärt im Gespräch, dass „Intelligent Heizen“ eine unabhängige Verbraucherplattform ist, die seit 2007 neutrale Informationen rund ums Thema Heizung bereitstellt.
Das Ziel: Menschen helfen, ihre Heizsysteme effizienter und nachhaltiger zu nutzen – egal ob im Eigenheim oder in der Mietwohnung.

„Intelligent heizen heißt nicht nur, neue Technik einzubauen“, sagt er. „Sondern vor allem, das vorhandene System optimal einzustellen und zu verstehen.“

Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Nicht jeder kann oder will sofort eine neue Heizung einbauen. Aber schon kleine Schritte können viel bewirken – etwa:

  • Smarte Thermostate installieren
  • Die Heizung regelmäßig entlüften
  • Einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen

Gerade Letzteres kennen viele gar nicht, dabei sorgt es dafür, dass alle Heizkörper gleichmäßig warm werden und keine Energie verschwendet wird. Bis zu 20 % der Heizkosten lassen sich so sparen – und: Es gibt sogar Fördermittel dafür.

Moderne Heizsysteme im Überblick

Im Podcast sprechen wir natürlich auch über die verschiedenen Heiztechnologien der Zukunft:

  • Pellet- und Holzheizungen – nachhaltig, wenn lokal verfügbar
  • Hybridheizungen – clevere Kombination aus Wärmepumpe, Gas oder Solarthermie
  • Brennstoffzellen & Blockheizkraftwerke – eher für größere Gebäude interessant
  • Solarthermie – ideale Ergänzung zur Warmwasserbereitung
  • Wärmepumpen – die Heiztechnik der Zukunft

Wärmepumpen: Mythen und Fakten

Kaum ein Thema wird aktuell so emotional diskutiert wie die Wärmepumpe. Dabei sind viele Vorurteile längst widerlegt:

  • „Wärmepumpen funktionieren nicht im Altbau.“ Doch – moderne Systeme lassen sich auch im Bestand problemlos integrieren.
  • „Nur mit Fußbodenheizung möglich.“ Falsch – auch alte Radiatoren können effizient betrieben werden.
  • „Zu teuer in der Anschaffung.“ Mit staatlicher Förderung (bis zu 70 %) amortisiert sich die Investition schneller als gedacht.
  • „Im Winter zu schwach.“ In Skandinavien laufen Wärmepumpen selbst bei minus 20 Grad zuverlässig.

Jens Wischmann bringt es auf den Punkt: „Die Wärmepumpe ist kein Experiment, sondern eine bewährte Zukunftstechnologie.“

Förderungen: So gibt’s Geld vom Staat

Wer seine Heizung modernisiert oder optimiert, kann kräftig sparen:

  • Bis zu 20 % Förderung für kleine Maßnahmen wie den hydraulischen Abgleich
  • Bis zu 70 % Förderung bei Umstieg auf ein neues, effizientes Heizsystem

Die Details hängen von Einkommen, Gebäudealter und dem gewählten System ab. Auf intelligent-heizen.de gibt es alle Infos und Rechenbeispiele.

Warum sich der Umstieg lohnt

Eine neue Heizung ist immer eine Investition – aber eine, die sich mehrfach auszahlt:

  • geringere Energiekosten
  • mehr Wohnkomfort
  • höhere Immobilienwerte
  • und: ein Beitrag zum Klimaschutz

Oder, wie Jens Wischmann sagt: „Es wird nie besser als jetzt. Wer umstellt, profitiert langfristig – finanziell und ökologisch.“

Jetzt reinhören: Fairquatscht Folge 130 mit Jens Wischmann

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