Fairquatscht Folge 131: Wie kommen wir ohne murks durchs erste lebensjahr, ann-kathrin ortmann?

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In der neuen Fairquatscht-Folge spreche ich mit Ann-Kathrin Ortmann (bekannt von Instagram als „@Annisbuntewelt“) über nachhaltige Babypflege. Wir klären, worauf Eltern beim Einkauf achten sollten – und warum man sich nicht verrückt machen muss.

Ein sensibles Thema – Babypflege im ersten Lebensjahr

Als Mama weiß ich: Im ersten Lebensjahr will man einfach alles richtig machen. Besonders bei der Babypflege – schließlich ist die Haut der Kleinsten unglaublich empfindlich. Doch wer schon einmal die Inhaltsstofflisten auf Babyprodukten gelesen hat, weiß: Das klingt oft eher nach Chemieunterricht als nach Körperpflege.

Genau darüber habe ich in der aktuellen Folge meines Podcasts „Fairquatscht“ mit Ann-Kathrin Ortmann gesprochen – vielen bekannt als „@Annisbuntewelt“. Sie ist Biochemikerin, Bestsellerautorin („Hör auf, Anni! Ohne Murks durchs erste Lebensjahr“) und Expertin, wenn es um nachhaltige, sichere und sinnvolle Babypflege geht.

Warum man keine Panik schieben sollte

Anni hat im Gespräch gleich zu Beginn klargemacht: In Deutschland und der EU sind Kosmetikprodukte streng reguliert. Wirklich gefährliche Inhaltsstoffe landen hier gar nicht erst im Regal. Das Schlimmste, was passieren kann, ist in der Regel eine allergische Reaktion – und selbst das ist selten.

Trotzdem lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn viele Produkte enthalten Duftstoffe, Konservierungsmittel oder Kunststoffe, die man vermeiden kann – einfach, weil es heute bessere Alternativen gibt.

Feuchttücher, Sonnencreme & Zahnpasta – worauf Eltern achten sollten

Feuchttücher:
Die unschuldig wirkenden Tücher bestehen oft aus Kunststofffasern – das ist weder biologisch abbaubar noch umweltfreundlich. Anni empfiehlt daher Tücher aus pflanzlichen Materialien (z. B. Zellulose oder Bambus). Und auch wenn sie kompostierbar sind: bitte nicht ins Klo werfen!

Wichtig sind außerdem milde Konservierungsmittel und keine Duftstoffe, um Allergien zu vermeiden.

Sonnencreme:
Hier begann Ann-Kathrins Reise als Nachhaltigkeitsexpertin – und mittlerweile prüft sie jedes Jahr hunderte Produkte auf ihre Inhaltsstoffe. Ihr Tipp:
👉 Lichtschutzfaktor 50 ist ideal für Kinder, da viele ohnehin zu wenig auftragen.
👉 Beide Filtertypen – mineralisch und chemisch (organisch) – sind sicher, aber Eltern sollten auf bedenkliche Zusatzstoffe und Kunststoffe achten.

Zahnpasta:
Ein Dauerbrenner-Thema unter Eltern: Fluorid – ja oder nein?
Die klare Antwort von Anni: Ja! Fluorid schützt nachweislich vor Karies und ist in den empfohlenen Mengen völlig unbedenklich. Viele Naturkosmetikmarken verzichten darauf – Ann-Kathrin hat deshalb selbst an einer fluoridhaltigen Naturkosmetik-Zahnpasta mitgearbeitet.

Keine Panik auf der Titanic

Einer der wichtigsten Sätze dieser Folge stammt von Anni:

„Ihr macht nichts falsch, wenn ihr in die Drogerie geht und ein ganz normales Produkt kauft.“

Wir leben in einem Land mit sehr hohen Sicherheitsstandards. Wer zusätzlich auf Nachhaltigkeit und Inhaltsstoffe achten möchte, kann das Schritt für Schritt tun – etwa indem man beim nächsten Einkauf ein Produkt bewusster auswählt.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Bewusstsein.

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